Gold in Form von Zertifikaten, Optionsscheinen und strukturierten Finanzprodukte
Goldderivate sind Kontrakte, oder anders ausgedrückt
vertragliche Vereinbarungen, die an die Entwicklung des Goldpreises geknüpft
sind. Es handelt sich dabei nicht um physisch hinterlegtes Gold, sondern einzig
um ein Forderungspapier gegenüber einer Gegenpartei (Wertpapierhaus, Broker,
Bank). Diese Forderung ist von der Solvenz des Schuldners abhängig. Im
Konkursfall muss mit einem Totalverlust gerechnet werden. Goldderivate eignen
sich daher nicht um Gold als langfristiger Anleger zu halten. Dafür bieten
Goldderivate für kurzfristig orientierte Trader interessante Möglichkeiten, da
sie Hebel- und Absicherungseffekte ermöglichen.
Es gibt zwei Geschäfts-Arten von Derivaten mit
unzähligen von Ausgestaltungsmöglichkeiten. Man kann unterscheiden
zwischen:
- OTC-Geschäften
- verbriefte Zertifikate
Ein OTC Geschäft ist ein sogenanntes
Over-the-counter Geschäft. Das bedeutet, dass der Anleger mit einer
Gegenpartei (Bank etc) eine direkte Vereinbarung eingeht, die nur ihn betrifft.
Das Geschäft ist nicht weiter reguliert und lässt sich an keiner Wertpapierbörse
veräussern. Es sei denn, die Gegenpartei garantiert den Rücktritt vom Geschäft
zu Marktkonditionen (Sekundärmarkt). Beispiel: CFD's
Im Gegensatz dazu steht das Geschäft mit verbrieften
Zertifikaten, auch Strukturierte Produkte genannt. In diesem Fall emittiert
eine Bank eine ganze Serie von identischen Wertpapieren, die alle die gleichen
Konditionen haben. Das Papier wird mit einer Wertpapiernummer versehen und kann von tausenden von Privatanlegern gekauft
werden. Nach der Emission garantiert die Bank einen Sekundärhandel an einer
Wertpapierbörse. Das heisst, dass das Zertifikat während den Handelszeiten stets
zum Marktpreis verkauft werden kann.
Gebühren und Kosten:
Auch wenn die Produkte zum Teil ohne Ausgabeaufschlag
ausgegeben werden, sind sie nicht gratis. Die Bank verdient an jeder Emission
mit. Sie konstruiert das Produkt aus verschiedenen Einzelbestandteilen wie
Optionen, Futures oder Zerobonds und streicht sich für diese Arbeit eine Marge
ein. Es lohnt sich also Produkte verschiedener Anbieter zu
vergleichen.
Des weiteren kommen je nach Bank oder Online-Broker folgende Kosten
dazu:
- Ausgabeaufschlag: 0-5%
- jährliche Depotgebühr: 0-1%
- Börsengebühr bei Verkauf 0-2%
- Geld- / Briefkurs-Spanne (Spread) ca, 2%
Ausgestaltungsmöglichkeiten:
Hebelprodukte: Mit Hebelprodukten lässt sich mit
einem kleinen Anlagebetrag eine grosse Summe Geld investieren. Üblicherweise
(mit Ausnahme von Futures und dem Leerverkauf von Optionen) können Sie dabei
maximal den Einsatzbetrag verlieren. Wenn der Goldkurs aber in die richtige
Richtung geht, kann die Performance vervielfacht werden. Weist ein Optionsschein
einen Hebel (Gearing, Leverage) von z.B. 10 aus, macht das Produkt für jeden
Prozentpunkt Kursbewegung 10% in die gewünschte Richtung. Aber Achtung! tendiert
Gold über längere Zeit seitwärts, verliert das Produkt trotzdem jeden Tag ein
wenig an Wert. (Das hat mit den Zeitwertverfall der Option oder den Rollkosten
der Futures zu tun). Hebelprodukte sind also etwas für kurzfristige Ideen, nicht
für langfristige Investments.
Es lässt sich sowohl auf steigende als auch auf sinkende Kurse spekulieren. Natürlich können Hebelprodukte auch zur Absicherung von bestehenden Goldpositionen verwendet werden. Produkte, die aus Optionen bestehen, werden meist Warrant oder Optionsschein genannt. Produkte, die aus Futures finanziert werden, nennen sich Minifutures, Speeders, oder Turbo-Call-Warrants. Es gibt auch noch Produkte, die aus einem Kredit konstruiert werden. Das heisst, der Kunde finanziert die ersten 10% des Kaufpreises, die Bank die restlichen 90%. Ist der Kundeneinsatz durch Kursverlust aufgebraucht, stellt die Bank die Position glatt und der eingesetzte Betrag ist verloren. Hier gibt es z.B. CFD's, das sind Contract for Difference, Termingeschäfte (Forwards) usw. Gemeinsam ist diesen Geschäften, dass mit einem kleinen Betrag ein sehr grosses Geschäft getätigt werden kann, und dass somit schon kleinste Kursbewegungen lukrative werden.
Es lässt sich sowohl auf steigende als auch auf sinkende Kurse spekulieren. Natürlich können Hebelprodukte auch zur Absicherung von bestehenden Goldpositionen verwendet werden. Produkte, die aus Optionen bestehen, werden meist Warrant oder Optionsschein genannt. Produkte, die aus Futures finanziert werden, nennen sich Minifutures, Speeders, oder Turbo-Call-Warrants. Es gibt auch noch Produkte, die aus einem Kredit konstruiert werden. Das heisst, der Kunde finanziert die ersten 10% des Kaufpreises, die Bank die restlichen 90%. Ist der Kundeneinsatz durch Kursverlust aufgebraucht, stellt die Bank die Position glatt und der eingesetzte Betrag ist verloren. Hier gibt es z.B. CFD's, das sind Contract for Difference, Termingeschäfte (Forwards) usw. Gemeinsam ist diesen Geschäften, dass mit einem kleinen Betrag ein sehr grosses Geschäft getätigt werden kann, und dass somit schon kleinste Kursbewegungen lukrative werden.
Anbieter solcher Hebelprodukte sind zum Beispiel:
Deutsche Bank, Bank Vontobel, Commerzbank, Royal Bank of Scotland, UBS und viele
mehr.
Absicherungprodukte: Diese Strukturierten Produkte kommen in den unterschiedlichsten Ausprägungen und Produktnamen vor.
Gemeinsam ist ihnen, dass sie dem Investor einen bedingten Kapitalschutz oder
Risikopuffer bieten. Einige Produkte sind per Verfall zu 100% Kapitalgeschützt,
andere bieten nur einen Schutz auf den ersten 25% Kursverlust. Sind diese 25%
durchbrochen, ist der Investor voll dem Goldpreis ausgesetzt. Als "Preis" für
diese Absicherung verzichtet der Investor ganz oder teilweise auf eine
unbegrenzte Rendite. Sein maximaler Gewinn ist meist im Voraus in Form einer
Zins oder Bonuszahlung festgelegt. Verdoppelt sich der Goldpreis plötzlich,
müssen sich Investoren in solchen Produkten unter Umständen mit 5% Zins
zufrieden geben. Gleichzeitig bieten diese Papiere aber auch gute
Verdienstmöglichkeiten in seitwärtstendierenden oder leicht sinkenden Märkten.
Die bekanntesten Produktnamen sind: Diskont-Zertifikate, Gold-Anleihe
(Barrier Revers Convertibles), Capital Protected Notes usw.
Solche Produkte werden mittlerweile von fast jeder Bank
angeboten!
Vorteile:
- Hebelwirkung möglich
- Kapitalschutz möglich
- Profit in Seitwärtsmärkten möglich
- Auf sinkende Kurse setzen möglich
Nachteile:
- Hohe Komplexität
- Emittentenrisiko (im Konkursfall Totalverlust möglich)
- Handelbarkeit (Liquidität) eingeschränkt
- Gebühren zum Teil hoch und nicht nachvollziehbar