Goldschmuck mit Diamanten ist immer eine Investition wert



Schmuck aus Edelmetallen mit Edelsteinen hat gegenüber dem Kauf von Goldbarren einen ganz entscheidenden Vorteil. Bei den reinen Goldbarren schwankt der Preis sehr stark, weil ausschließlich der Materialwert eine Rolle spielt. Die Schmuckpreise sind wesentlich stabiler, weil sich hier zusätzliche Faktoren auswirken.

Eine gute Geldanlage ist Goldschmuck mit Diamanten. Hier das edle Metall mit einem Stein kombiniert, der sich ebenfalls zu den wertvollsten Materialien der Welt zählt. Hinzu kommt, dass dieser Wertgegenstand nicht nur im Tresor liegen muss, sondern bei besonderen Gelegenheiten, die Besitzer schmückt. Weil damit der Reichtum zur Schau gestellt werden kann, nutzen auch heute noch die Monarchen goldene Kronen mit Diamantbesatz. Inzwischen ist die Kombination selbst für das „normale Volk“ erschwinglich. Goldene Ringe mit Minibrillanten sind beispielsweise als Ehering für die Braut sehr beliebt.


Was beeinflusst den genauen Wert von Goldschmuck mit Diamanten?

In vielen Fällen überwiegt der Wert des Diamanten den Materialwert des für Schmuck verarbeiteten Goldes. Er ist in erster Linie vom Gewicht und der Reinheit des Edelsteins abhängig. Die qualitativ hochwertigsten Diamanten erhalten im europäischen Handel die Kennungen „fl“ und „if“. Das Kürzel „fl“ steht für den englischen Begriff „flawless“, der mit „makellos“ ins Deutsche übersetzt wird. Diese Kennung erhält ausschließlich Diamanten, bei denen auch bei einer 10-fachen Vergrößerung keinerlei Fehler oder Einschlüsse erkennbar werden. Bei allen Kennungen, die mit den Buchstaben „v“ oder „s“ beginnen, gibt es Einschlüsse, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Goldschmuck mit Diamanten mit den Kennungen „pi1“, „pi2“ und „pi3“ eigenen sich als reine Geldanlage nicht, weil ihr Wert durch deutlich sichtbare Einschlüsse gemindert ist.

Beim Preis der Diamanten kommt es auch auf den Schliff an

Edelsteine können in verschiedenen Varianten geschliffen werden. Hohe Preise erzielen sie, wenn sie einen Vollbrillant-Schliff mitbringen, der alternativ auch Highlight-Brillant-Schliff genannt wird. Dabei besitzen die Diamanten eine Tafel, die von mindestens 32 Facetten eingerahmt wird. Beim Unterteil müssen beim Vollbrillant-Schliff mindestens 24 Facetten vorhanden sein. Weniger wertvoll sind Diamanten mit einem „Englischen Quadratschliff“ (16 Facetten), einem „Mazarin-Schliff“ (12 Facetten) und einem „Spirit-Sun-Schliff“ (16 Facetten). Fast unerschwinglich wird Goldschmuck, wenn die darin enthaltenen Diamanten einen „Magna-Schliff“ oder „Petal Cut“ mitbringen, denn dabei werden stolze 102 Facetten ausgebildet. Das ist logischerweise nur bei größeren und komplett lupenreinen Diamanten lohnenswert.

Wie wirken sich Fluoreszenzen auf den Wert von Diamanten aus?


Hier kommt es auf die Farbe des Edelsteins an. Bei weißen Diamanten wird eine starke Fluoreszenz oft als störend empfunden. Deshalb reduziert die Fluoreszenz den Preis umso mehr, je stärker sie ausgeprägt ist. Bei farbigen Diamanten zeigt sich die Lage anders. Hier ist dieser Effekt in vielen Fällen erwünscht. Das heißt, ein stark fluoreszierender und farbiger Diamant kann teurer sein als das Pendant, bei dem kein Fluoreszenz-Effekt beobachtet wird. Farbige Diamanten werden in der Fachsprache „Fancy Diamonds“ genannt. Hier reicht die verfügbare Palette von Kanariengelb über verschiedene Brauntöne bis hin zu Blau, Grün, Rot und Schwarz. Für einige Farbnuancen sind Defekte im Kristallgitter verantwortlich, welche die Lichtbrechung verändert. Der Begriff Defekte ist hier eigentlich fehl am Platz, weil genau sie bei vielen Exemplaren eine erhebliche Werterhöhung im Vergleich zu einem ähnlich großen und identisch geschliffenen Weißdiamanten nach sich ziehen.

Wovon ist der Goldwert beim Schmuck abhängig?


Hier müssen sowohl das Gewicht als auch die Legierung der Fassung berücksichtigt werden. Die Legierung gibt an, welchen Anteil Goldatome an der Gesamtmasse ausmachen. Bei 333er-Gold machen die Goldatome etwa 18 Prozent aus. Bei 750er-Gold besteht die Hälfte der Gesamtmasse aus Goldatomen. Bei 833er-Gold steigt sie auf 68 Prozent. Wird Feingold 999 deklariert (was bei Schmuck üblicherweise nicht vorkommt), beträgt der Anteil der Goldatome 100 Prozent.

Fazit: Das Ziel bei der Verwendung von Goldschmuck mit Diamanten als Geldanlage sollte also eine hochwertige Legierung in Kombination mit einem lupenreinen Diamanten mit einem Schliff mit möglichst vielen Facetten sein.

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