Goldmarktbericht vom 26.05.2015

Gold hängt bei 1200 $ die Unze fest


Heute habe ich mich dazu überwunden, wieder einmal etwas über den Goldpreis zu schreiben. Aktuellen Anlass gäbe es eigentlich keinen dazu, denn um die Goldpreisentwicklung ist es sehr ruhig, ja fast schon langweilig geworden.

Nehmen wir uns also die Zeit, kurz zurückzulehnen, die Tagesaktualitäten einmal auszublenden und den Goldpreis nüchtern zu betrachten:

Der Goldpreis hat den Seitwärtsgang eingelegt.

  • Die starke Preiskorrektur von 1800 $ auf 1200 $ 2012 bis 2014 ist abgeschlossen. In Dollar gemessen, ein Preisrückgang von 33%
  • Seit 2014 hängt der Goldpreis bei einem neuen Gleichgewichtskurs von ca. 1200 $ die Unze fest. (Euro-Anleger konnten in jüngster Zeit mit Gold Gewinne erzielen, welche allerdings nicht dem Gold sondern einzig dem EUR-Dollar-Kurs geschuldet sind.)
  • Ohne Veränderung am fundamentalen Bild, wird Gold in nächster Zeit nicht aus diesem Seitwärtstrend ausbrechen.
Fundamental betrachtet ist das Bild wie folgt:
  • Die tiefe Inflation und der starke Dollar machen Gold als "Alternativwährung" derzeit nicht attraktiv, es fehlen Käufer.
  • Potentiell steigende Zinsen könnte den Goldpreis weiter unter Druck setzen, da Gold unverzinst ist.
  • Geopolitische Krisen und auch die Schuldenmisere in Griechenland haben derzeit ebenfalls nicht die Kraft den Goldpreis auf neue Niveaus zu heben, da Anleger in Staatsanleihen und insbesondere im Dollar den besseren Schutz bei geringerem Preisrisiko sehen.
Es bleibt also abzuwarten, ob Gold in Zukunft wieder vermehrt Käufer anziehen kann, unter Umständen durch steigende Inflation. Ob und bis die Inflation aber überhaupt wieder eine ernsthafte Anlegersorge wird, bleibt noch genügend Zeit, das Geschenen weiter zu beobachten; der Preis rennt nicht davon.

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