Goldmarktbericht vom 09.04.2014 - Goldpreis anfällig für Korrekturen

Während die Goldbugs bereits Morgenluft witterten und den Goldpreis in ihrer Phantasie bei 1400 - 1600 USD sahen, sieht die Realität für das gelbe Edelmetall viel schwieriger aus.

Der Goldpreis ist und bleibt höchst anfällig für Rücksetzer, wie die vergangenen Tage eindrücklich demonstriert haben. Trotz grosser geopolitischer Unsicherheiten und Konfrontation des Westens mit Russland, büsst Gold seine Kursgewinne (von 1200 auf 1380) wieder ein und notiert um die 1300.

Der Goldpreis zeigt sich uneinheitlich, scheint aber zumindest vorläufig einen Boden gefunden zu haben.


Was hat dazu geführt?


Äusserungen von Seiten der neuen Chefin der US-Notenbank (Janet Yellen), die auf eine Zinserhöhung im nächsten Jahr hindeuten, brachten die Kurse wieder ins Rutschen. Das sollte jedem Goldanleger zu denken geben, dass die Zinsentwicklung letztendlich die Goldkurse mehr beeinflusst als alles andere (Ukraine-Krise, schwache Schwellenländer-Währungen, etc). Wie jedes Kind weiss, sind die Zinsen auf absoluten Tiefstständen. Normalisieren sich die Zinsen nun tatsächlich auf ein Niveau von 3-4%, dürfte der Goldpreis nochmals deutlich Federn lassen, da Anleger lieber auf verzinste Anlagen umschwenken und Gold den Rücken zukehren dürften.

Die folgenden Faktoren treiben aktuell den Goldpreis an:


Positiv für den Goldpreis:
  • Geldmengenausweitung in Europa und Japan
  • Geopolitische Unsicherheiten (Ukraine, Syrien, Nordkorea, Ägypten, Türkei usw)
  • Geldentwertung in den Schwellenländern führt zu Flucht ins Gold
Negativ für den Goldpreis:
  • Steigende reale Zinsen (Nominalzins abzüglich Inflationsrate)
  • Stärkerer USD
  • Abflüsse aus Gold-ETFs
Ich rate, Gold nach deutlichen Rücksetzern zu kaufen, wenn man sich langfristig in Gold positionieren möchte. Steigenden Preisen würde ich nicht nachrennen.

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