Goldpreisentwicklung in Euro und Dollar vom Wechselkurs beinflusst

Der Euro konnte jüngst wieder etwas aufatmen. Spekulanten wetten nicht mehr gegen die Währung und Anleger fassten wieder etwas mehr Vertrauen in die Gemeinschaftswährung. Obwohl noch keine Schulden zurückbezahlt sind, hat die EZB erst mal für Ruhe gesorgt, was den Banken und Staaten wieder etwas Luft zum Atmen gab.

So konnte der Euro jüngst gegen die meisten Währungen und auch gegen Gold wieder Boden gewinnen:

Entwicklung des Euros zu Währungen und Metallen über 6 Monate:
  • +31% zum Yen
  • +11.4% zum US-Dollar
  • + 12.6% zum Australien-Dollar
  • +10% zum Britischen Pfund
  • + 6.25% zum Gold
  • +3.5% zur Schwedischen Krone
  • +2.9% zum Schweizerfranken
  • +0.4% zur Norwegen Krone
So zeigt denn auch der Gold Preis in Euro in eine andere Richtung als der Goldpreis in Dollar. Während Gold in Dollar unverändert bei 1670 USD die Unze handelt, verliert Gold in EUR aufgrund der Eurostärke 3.3% in diesem Jahr.

Am fundamentalen Bild für Gold hat sich aber nichts geändert! Die Realzinsen sind weiterhin negativ, Gold wird von Zentralbanken und Privatanlegern rund um den Globus weiterhin zur Währungsabsicherung gekauft und als Absicherung gegen Extremszenarien ins Depot aufgenommen.

Grundsätzlich gilt, dass eine (absehbare) Straffung der Geldpolitik und höhere Zinsen Gold eher zusetzen, was aber eine Erholung der Wirtschaft voraussetzt. Inflation, Währungsabwertung und erhöhte Sorge um die Schuldenkrise können Gold Aufwärts-Impulse verleiten.

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