Charttechnik: Gold befreit sich aus Dreieck - Marktkommentar 13.08.12

Um den Goldpreis ist es in den letzten Wochen deutlich ruhiger geworden. Die Preisschwankungen waren deutlich tiefer als auch schon und auch die Volumina gingen zurück. Fast scheint es so, als ob sich auch der Goldpreis eine kleine Sommerpause gönnt. Doch, dass der Goldpreis nicht mehr täglich für Schlagzeilen sorgt und sich in etwas ruhigere Gewässer zurückgezogen hat, tut ihm gut. So haben sich zahlreiche Spekulanten verabschiedet; die Handelsbestände Amerikanischer Banken brachen stark ein. Dem Goldpreis scheint die Pause gut zu tun. Konnte er sich doch bei einem Niveau von leicht über 1600$ festigen. Auch charttechnisch hat der Goldpreis einen wichtigen psychologischen Widerstand durchbrochen. Das fallende Dreieck, in dem er seit Anfang Jahr gefangen war, ist durchbrochen worden. Das macht den Weg nach oben erneut frei. Dass der Goldpreis dabei ein gemächlicheres Tempo einschlägt, kann langfristigen Investoren nur recht sein. Ein zu schneller Preisanstieg würde nur wieder die Spekulanten anlocken, welche den Preis alsbald wieder nach oben wie nach unten jagen würden.

Der Goldpreis in USD befreit sich aus dem fallenden Dreieck


Doch Charttechnik ist natürlich nicht die einzig wahre Prognose. Auch in diesem Herbst stehen wieder viele wichtige Geldpolitische Entscheide und Rettungsversuche für den Euro an. Wichtig sind vor allem die Geldmengenausweitung der Zentralbanken und Anzeichen einer aufkeimenden Inflation, die dem Goldpreis Auftrieb verleihen könnten. Doch allen Unkenrufen zum Trotz ist Inflation nach wie vor kein Thema, da das viele Geld nicht in Umlauf gebracht wird, sondern bei Banken und Zentralbanken gehortet wird. Erst wenn die Kreditvergabe und Investitionstätigkeit erhöht wird, könnte eine höhere Inflation durch eine Lohn-Preis-Spirale in Gang gesetzt werden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen