Gold Marktkommentar vom 26.04.2012: Goldhandel ohne Impulse, Notenbanken kaufen wieder

Um den Goldpreis ist es etwas ruhiger geworden in jüngster Zeit. Seit Anfangs März hat sich der Unzenpreis bei +/- 1650 USD eingependelt und scheint in einem Dreieck gefangen zu sein. Aktuell fehlen dem Gold die nötigen Impulse um gegen oben oder unten auszubrechen.

Solche Impulse könnten einerseits von der Geldpolitik kommen, indem das US-Fed Klarheit schafft, ob die Geldmenge nochmals ausgeweitet wird unter QE3, oder ob die Zügel etwas gestrafft werden, und die Zinsen früher als erwartet angehoben werden. Andere Impulse können auch aus Europa kommen, wo eine weitere Eskalation der Schuldenkrise dazu führen kann, dass sich Spanien ebenfalls nicht mehr zu bezahlbaren Zinsen am Markt refinanzieren kann und auf Hilfsgelder angewiesen ist.

Solange solche Impulse ausbleiben, neigt Gold eher zur Schwäche. Die Schmuckindustrie fragt weniger nach und die Indische Währung schwächelt. Zudem wurde die Minenproduktion ausgeweitet und damit das Angebot erhöht.

Wenigstens die Notenbanken langten beim Gold im März wieder zu und waren netto auf der Käuferseite. Mexiko (16.8) Russland (15.6) und die Türkei mit 11.5 Tonnen waren die grössten Käufer. Für Notenbanken ist der Preis allerdings weniger wichtig als für Privatpersonen, da die Notenbanken sozusagen auf dem Geld sitzen und mehr um die Diversifikation der Reserven bemüht sind.

Eine Verschnaufpause tut dem Gold gut und macht den Weg für spätere Anstiege frei. Die Schuldenkrise wird uns noch über Jahrzehnte beschäftigen und unser Währungssystem gefährden, was Gold glänzen lässt. Ich bleibe also weiterhin auf der Käuferseite!

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