Gold, on hold – Goldmarktbericht vom 20.11.2017


Liebe Goldfreunde

Ich melde mich mal wieder zu Wort. Warum nicht früher? Es ist nichts los am Goldmarkt. Tote Hose. Stagnierende Preise. Und es dürfte sich so schnell nichts daran ändern.

Gold, die Unze in USD - Negativentwicklung über 5 Jahre, aktuell im Seitwärtsgang
Als Kriseninvestment in der Euroschuldenkrise gesucht, findet Gold bei Anlegern derzeit wenig Beachtung. Entsprechend stagnieren die Preise bei $ 1250 seit 2013. Mal 100 $ drüber, mal 100$ drunter. In Euro betrachtet sind die Ausschläge etwas grösser, weil der Euro eine wilde Berg- und Talfahrt hinter sich hat. Gold an sich, konnte trotz etlichen politischen Unruhen nicht an die Entwicklung bei Aktien anknüpfen. An und für sich auch nicht verwunderlich. Obwohl etliche Goldbugs immer wieder versuchen, Gold als einmalige Chance kurz vor einem grossen Charttechnischen-Ausbruch zu positionieren, lässt die Mehrheit der Anleger Gold links liegen. Und das zurecht. Warum?
  • Die wirtschaftliche Entwicklung ist zu solide um Scharen von Anlegern ins Gold zu locken. Das Weltwirtschaftswachstum von 3.7% und tiefe Zinsen sprechen eindeutig für Aktien.
  • Der Dollar als wichtigste Papierwährung ist trotz Trump zu solide und zu gut verzinst, um Anlegern von Cash oder sicheren Anleihen in USD scharenweise ins Gold zu locken.
  • Stark Momentum-Getriebene Anleger tummeln sich derzeit bei Bitcoin oder Internetaktien deren Weg momentan deutlich nach oben zeigt. Gold hat null Momentum derzeit.
  • Aus der Summe der Argumente sowie weiteren Faktoren zieht die Goldnachfrage nicht an. Für einen steigenden Goldpreis braucht es aber letztendlich eine hohe Nachfrage, denn der Preis ist einzig und allein von Angebot und Nachfrage gesteuert.
In dem Sinne bleiben wir an der Seitenlinie und beobachten Gold weiter. Solange die Wirtschaft gut läuft, wird Gold nicht stark steigen. Allenfalls kann eine globale Rezession (mit steigenden Schulden der Industrieländer) Gold wieder beflügeln. Als Diversifikation macht Gold deshalb nach wie vor Sinn und wird nicht teuer gekauft. Der Anlagehorizont sollte allerdings sehr langfristig sein.

Warum sich der Kauf von Gold tatsächlich lohnt

Neben Immobilien steht Gold insbesondere in Finanz - und Krisenzeiten für Beständigkeit und Sicherheit. Kein Wunder also, dass Anleger in das beliebte Edelmetall investieren - obwohl es sicherlich zahlreiche Anlageoptionen mit höheren Renditechancen gibt. Wer sein Geld in Gold anlegt, spekuliert selten auf hohe Erträge, denn Zinsen lassen sich damit nicht erwirtschaften. Doch aufgrund der Wertentwicklung ist dieses physische Investment in Barren und Münzen durchaus attraktiv. Erst zu dem Zeitpunkt, wenn man das Gold wieder verkaufen möchte, ist ein direkter Gewinn möglich.

Goldmarktbericht vom 16.12.2016 - Steigende Dollar-Zinsen bringen Gold auf neues 10 Monats Tief

Nachdem Gold zu Jahresbeginn aufgrund der Flucht in Sicherheit sehr gesucht war, zeigen die Goldpreise seit einigen Wochen nur noch nach unten. Was hat es damit auf sich?
Der Goldpreis seit Anfangs Jahr


Seit dem überraschenden Wahlsieg von Donald Trump steht Gold arg unter Druck, obwohl die Unsicherheit rund um seine Politik das Edelmetall in einer ersten Reaktion sogar beflügelte. Doch seither hat sich einiges gewandelt und Gold hat deutlich Federn gelassen. Es sind vor allem die USD Zinsen, welche für den Preiszerfall beim Gold verantwortlich gemacht werden. Denn die Politik von Donald Trump wird, so sind sich Marktauguren einig, mit höherer Inflation und höherer Staatsverschuldung einhergehen. Entsprechend sind die Zinsen für 10-jährige Anleihen um 1% auf 2.6% gestiegen und die Notenbank FED hat nebst der jüngsten Zinserhöhung nächstes Jahr 3 weitere Zinserhöhungen von je 0.25% in Aussicht gestellt. Da Gold unverzinst ist und zudem der Dollar momentan sehr stark ist und als Sicherheit gesehen wird, haben Händler und Anleger Gold in den letzten Wochen gegen USD eingetauscht, wo sie anscheinend mehr Ertrag sehen.


Betrachtet man das Bild jedoch langfristig, dürfte Gold auch in den nächsten Jahren eine entscheidende Rolle spielen.
  1. Sind die realen Zinsen nicht gestiegen, 2.5% Zins bei 2.5% Inflation ist immer noch 0% realer Zins. Die höheren Zinsen sprechen ergo nicht dauerhaft gegen Gold.
  2. Mittel und Langfristige spricht die steigende Inflation nicht für den US-Dollar, der Dollar ist bereits sehr stark geworden.
  3. Politische Unsicherheiten dürften aufgrund des globalen Aufstiegs der Populisten anhalten und die Nachfrage nach Gold wieder ankurbeln.
Insofern ist Gold nun wieder günstig und kurzfristig sogar überverkauft. Eine Bodenbildung dürfte sich voraussichtlich in den nächsten Wochen abzeichnen und der Preis wohl aus den genannten Gründen nicht mehr weit von den möglichen Tiefständen entfernt sein.

Goldsparplan und Hauslieferung - Bullionvault bietet neue Möglichkeiten

Der bekannte Goldhändler für physische Metalle Bullionvault ist mit neuen innovativen Produkten am Start. Während immer noch die Mehrheit der Benutzer zu live-Preisen Gold in den Tresor nach Wahl kauft oder verkauft, bietet das Unternehmen nun neue Möglichkeiten zum Goldkauf an:


1)  Kauf und Verkauf zum offiziellen Tagespreis, der von der LBMA veröffentlicht wird. http://www.bullionvaultaffiliate.com/BELMONTE000/de/help/daily_price_order.html

2)  Automatische Goldanlage-Plan: Richten Sie einen Dauerauftrag an Ihr BullionVault-Konto ein und das eingehende Geld wird automatisch dazu genutzt, um zum nächsten offiziellen Tagespreis Gold zu kaufen. http://www.bullionvaultaffiliate.com/BELMONTE000/de/gold_market.do#!/regularinvestment

3)  Sie können sich Ihr Gold in Form von 100g-Goldbarren nach Hause schicken lassen. Die Partner-Verlinkung hierfür lautet:
http://www.bullionvaultaffiliate.com/BELMONTE000/de/info/100g-goldbarren-entnahme

Gold gibt Comeback - Goldmarktbericht vom 11.02.2016

Steigende Kurse ziehen weitere Käufer an

An den Märkten ist scheinbar ein Paradigmenwechsel eingetreten. Gold wird wieder beachtet! Nachdem das gelbe Metall während nunmehr über 4 Jahren im Preis zurückkam und selbst während Krisen (Ukraine-Krise, Griechenland-Kriese, Syrien-Krieg) nicht im Preis zulegen konnte, zeigt sich Gold 2016 von seiner besten Seite.

Der Goldpreis scheint aus dem Abwärtstrend ausbrechen zu können


In Dollar legt Gold nun über 15% zu. Hauptgrund nebst den aktuellen Unsicherheiten an den Finanzmärkten könnte sein, dass sich unter Marktteilnehmern die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass in nächster Zeit nicht wie erhofft (oder befürchtet) eine Rückkehr zu normalen Zinssätzen möglich ist. Während noch im Dezember mit einer Zinserhöhung in den USA die Hoffnung auf eine Rückkehr zur Zins-Normalität genährt worden ist, haben die Negativzinsschritte zahlreicher Zentralbanken rund um den Globus diese zunichte gemacht. Japan, Schweden, Eurozone, überall drohen noch tiefere Negativzinsen, welche zum Zweck haben, das Geld endlich produktiv eingesetzt wird und eine Deflation abgewendet werden kann.

Da beim Gold steigende Preise weitere Käufer anlocken und zudem Charttechnisch der Abwärtstrend von 2011 zum erliegen gekommen ist, dürfte das Edelmetall wohl weiter gekauft werden.

Goldmarktbericht vom 24.07.2015 - Gold verliert im aktuellen Marktgeschehen seine Daseinsberechtigung

Gold schreibt keine Gewinne, zahlt keine Dividenden und schüttet keine Zinsen aus. Dennoch mischen viele Anleger das Edelmetall als Schutz vor Krisen in Ihre Portfolios. Doch warum genau soll man nochmals etwas dem Portfolio beimischen, das im Preis nur sinkt und sinkt? Dies fragen sich derzeit viele Marktteilnehmer. Die Investoren scheinen die Geduld mit dem Goldpreis verloren zu haben und sehen derzeit keine Gründe das Metall zu weiter halten. Zu Recht, wie es scheint: Inflation ist nicht in Sichtweite, Krisenherde scheint es zwar genügend zu geben, aber keiner scheint gross genug zu sein, die Finanzmärkte und die Dominanz des US-Dollars ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Wenn jetzt endlich die US-Notenbank die Zinsen noch anhebt, werden die Opportunitätskosten Gold zu halten noch grösser, da Gold wie erwähnt unverzinst ist. Ein weiteres Problem ist, dass Gold dem Trend folgt und sich nur schwer bewerten lässt. Gold hat kein KGV und keine Verfallrendite sondern wird alleine von Angebot und Nachfrage getrieben. Steigt der Goldpreis, werden Investoren angelockt, sinkt er, trennen sich die Anleger vom Gold.

Der Goldpreis kennt derzeit nur eine Richtung: gegen Süden

 

Dies soll nun kein Abgesang auf die Bedeutung von Gold sein, sondern lediglich eine Einschätzung des aktuellen Marktgeschehens. Gut möglich, dass unter anderen Vorzeichen Gold durchaus wieder eine Daseinsberechtigung erhält. Zum Beispiel, wenn die Inflationsraten steigen oder der US-Dollar ins Wanken kommen sollte. Anleger, die am Gold festhalten möchten, brauchen aktuell einen langen Atem. Eine Goldrally ist derzeit nicht in Sicht und der aktuelle Chart bringt Goldanleger zum Schwitzen. Wer Gold strategisch halten möchte ist geraten das tägliche Auf und Ab an den Börsen einfach zu ignorieren, schliesslich bleibt ein Kilo Gold immer ein Kilo Gold und die Produktionskosten von um die 1000 USD die Unze mögen mittelfristig eine gewisse Unterstützung bieten.

Goldmarktbericht vom 26.05.2015

Gold hängt bei 1200 $ die Unze fest


Heute habe ich mich dazu überwunden, wieder einmal etwas über den Goldpreis zu schreiben. Aktuellen Anlass gäbe es eigentlich keinen dazu, denn um die Goldpreisentwicklung ist es sehr ruhig, ja fast schon langweilig geworden.

Nehmen wir uns also die Zeit, kurz zurückzulehnen, die Tagesaktualitäten einmal auszublenden und den Goldpreis nüchtern zu betrachten:

Der Goldpreis hat den Seitwärtsgang eingelegt.

  • Die starke Preiskorrektur von 1800 $ auf 1200 $ 2012 bis 2014 ist abgeschlossen. In Dollar gemessen, ein Preisrückgang von 33%
  • Seit 2014 hängt der Goldpreis bei einem neuen Gleichgewichtskurs von ca. 1200 $ die Unze fest. (Euro-Anleger konnten in jüngster Zeit mit Gold Gewinne erzielen, welche allerdings nicht dem Gold sondern einzig dem EUR-Dollar-Kurs geschuldet sind.)
  • Ohne Veränderung am fundamentalen Bild, wird Gold in nächster Zeit nicht aus diesem Seitwärtstrend ausbrechen.
Fundamental betrachtet ist das Bild wie folgt:
  • Die tiefe Inflation und der starke Dollar machen Gold als "Alternativwährung" derzeit nicht attraktiv, es fehlen Käufer.
  • Potentiell steigende Zinsen könnte den Goldpreis weiter unter Druck setzen, da Gold unverzinst ist.
  • Geopolitische Krisen und auch die Schuldenmisere in Griechenland haben derzeit ebenfalls nicht die Kraft den Goldpreis auf neue Niveaus zu heben, da Anleger in Staatsanleihen und insbesondere im Dollar den besseren Schutz bei geringerem Preisrisiko sehen.
Es bleibt also abzuwarten, ob Gold in Zukunft wieder vermehrt Käufer anziehen kann, unter Umständen durch steigende Inflation. Ob und bis die Inflation aber überhaupt wieder eine ernsthafte Anlegersorge wird, bleibt noch genügend Zeit, das Geschenen weiter zu beobachten; der Preis rennt nicht davon.

Neue Langzeit-Goldcharts vom realen Goldpreis

In der Rubrik Charts habe ich die langzeit Goldcharts um das Jahr 2014 ergänzt. Meine Charts in USD zeigen die Entwicklung des Goldpreises seit 1833! Auch die reale Wertentwicklung von Gold, also bereinigt um die Teuerung, ist einmal ab 1871 und einmal ab 1970 abgebildet.

Hier der Chart ab 1970, auf dem das Preisniveau (US CPI), der Goldpreis in $ die Unze sowie der reale Goldpreis in $ die Unze abgebildet ist. Interessant: der reale Goldpreis auf dem Preisniveau von 2014 ist nun wieder deutlich unter den Höchstständen von 1980 und 2012.


Goldpreisentwicklung 2015 EUR & CHF

Goldpreisentwicklung 2015 EUR & CHF

Hier poste ich für euch Kursdiagramme vom Goldpreis 2015 in Euro sowie dem Goldpreis  2015 in Schweizerfranken und zwar für das Kilogramm Gold sowie die Unze Gold. Das schöne an diesen Charts ist, dass sie durch goldprice.org automatisch aktualisiert werden. Ihr habt also immer die neuesten Gold-Charts!

Chart / Preisdiagramm Gold in Euro pro Kilogramm (kg)

Anleger lassen Gold fallen - Goldmarktbericht vom 14.11.2014

Aktuelles Marktgeschehen aus Dollar und Euro-Sicht

Wie schon mehrmals erwähnt, ist es der starke US-Dollar und das Vertrauen in die Amerikanische Wirtschaft, welche Anleger dazu veranlasst, dem Gold den Rücken zu kehren. Auch in den letzten Wochen trennten sich die Marktteilnehmer von Goldbeständen und liessen die Unze auf 1140 USD fallen, den tiefsten Stand seit 4 Jahren.

Wer derzeit Sicherheit sucht vor fallenden Aktien und geopolitischen Unruhen, der flieht in den Dollar, der die Anleger mit einer Verzinsung von 2%, Wirtschaftswachstum von 3% und einem steigenden Dollarkurs lockt.

Für Euro Anleger interessant: Dank der Dollar-Aufwertung präsentiert sich der Goldkurs in Euro deutlich freundlicher: Während Gold in USD dieses Jahr -3.5% verliert, kann der Goldkurs in Euro dieses Jahr +6.2% zulegen. Für Euro-Anleger hat der starke Dollar das Jahr bisher noch gerettet.

Der Goldpreis in Euro (grau) und in Dollar (blau) in diesem Jahr


Ausblick aus fundamentaler Sicht

Es sind also die Währungen und vor allem die Zinsaussichten, welche die Edelmetallmärkte im Griff haben. Inflation ist nach wie vor kein Thema, die Gefahr einer Deflation schwebt über den Industrieländern von Japan bis Europa. Doch steigen die Zinsen im Dollar nächstes Jahr? Wenn ja, um wie viel Prozent? Dies ist meines Erachten die entscheidende Frage über die nahe Zukunft des Goldpreises, denn da Gold keine Zinsen abwirft, kann ein besser verzinster USD dem Gold weiter zusetzen.

Ich denke es ist daher noch zu früh über eine Bodenbildung geschweige denn über ein Rebound des Goldpreises zu sprechen. Der Preis kann durchaus noch gegen 1000 Dollar die Unze gehen. Das wird vor allem die schwer gebeutelten Gold-Aktien hart treffen, weil auf dem Niveau die ersten Minen Verluste einfahren und dicht machen müssen, was dann wiederum von der Angebotsseite getrieben dem Kurszerfall einhalt gebieten könnte.

Starker Dollar stutzt Goldpreis zurecht - Goldmarktbericht vom 12.09.2014

Fast drei Monate handelte der Goldpreis in einer Spanne zwischen 1280 und 1340 Dollar die Unze. Es gab im Handel wenig Impulse, weshalb auch mein letzter Blogpost schon einige Zeit her ist.


Der Goldpreis neigt erneut zur Schwäche


Doch in den letzten Tagen ist Bewegung in den Markt gekommen. Auf der einen Seite gab es einige Entspannung an der geopolitischen Front: Waffenstillstand in Gaza und Ostukraine, härteres Vorgehen des Westen gegenüber den ISIS-Kämpfern.
Der wahre Grund für die Goldpreisschwäche ist aber in den Währungen zu suchen. Die robuste US-Konjunktur spricht für erste Zinsschritte gegen oben im nächsten Jahr. Da gleichzeitig die Wirtschaft in Europa und Japan harzt, wurden die EUR-Zinsen weiter gesenkt und fleissig Euros und Yens gedruckt. Das Auseinanderklaffen des fundamentalen Bildes zwischen Nordamerika und Europa / Japan hat zu einem Vertrauensgewinn und steigendem Dollar geführt. US-Staatsanleihen werfen nun wieder mehr Zins ab als Spanische.

Der Dollar ist seit je der Konterpart vom Gold. Wer Zinsen uns Sicherheit sucht wird nun im Dollar wieder besser bedient. Das Edelmetall mit seinen hohen Kursausschlägen ist derzeit riskanter und zahlt erst noch keinen Zins.

Ausblick
Ich denke dieser Trend, der jetzt eingeläutet worden ist, dürfte sich noch verstärken und eine Weile fortsetzen. Im gleichen Zug mit einem weiter erstarkenden Dollar und höheren Zinsen im Dollar-Raum wird auch Gold an Wert verlieren. Das Metall handelt schliesslich noch immer ca 20% über den Produktionskosten, was eine gute Unterstützung bietet. Anleger werden sich vermehrt von Gold-ETFs und Barren trennen um Dollar-Bonds oder Aktien zu kaufen. Erst Schwächezeichen vom Dollar selbst könnten die Trendwende einläuten (z.B. schwächere Konjunkturdaten, aufkeimende Inflation, Politische Krise etc). Goldkäufer sollten also keine Eile haben sondern sich noch etwas gedulden. Allen anderen sei geraten die Höhe der eigenen Goldbestände zu überdenken und allenfalls vermehrt USD-Assets ins Depot zu legen.

Gold bricht aus Dreieck gegen unten aus - Goldmarktbericht vom 28.05.2014

In den vergangenen Wochen ist es ruhig geworden um den Goldpreis. Andere Themen dominierten das weltweite Marktgeschehen: Die Ukraine-Krise, das Übernahmefieber am Aktienmarkt und der starke Euro.
Der Goldpreis bewegte sich immer mehr in den Spitz eines Dreiecks hinein; ein Ausbruch nach oben oder unten zeichnete sich an. Nun ist der Goldpreis deutlich gegen unten aus dieser Chartformation ausgebrochen undhandelt um die 1260 USD die Unze.


Fundamentales Bild weiter schwierig

Fundamental betrachten drücken die Entspannung der Situation in der Ukraine sowie der stärkere US-Dollar auf den Goldpreis. Mittelfristig steht und fällt der Goldpreis mit dem USD. Der Dollar ist das Gegenstück zu Gold. Ein schwacher Dollar treibt den Goldpreis in die Höhe, ein starker Dollar schwächt ihn. Entscheidend dürfte im Verlauf der nächsten 12-24 Monate also die weitere Entwicklung der Zinsen in USD sein. Steigende Zinsen dürften den Goldpreis nochmals unter Druck setzen, da festverzinsliche Anlagen in USD dann Sicherheit und Zinserträge bieten, was Gold nicht kann.
Asien tritt nach wie vor als Käufer auf und dürfte den Goldpreis bei Rückschlägen jeweils stützen. Jedoch reicht die Nachfrage derzeit nicht aus um den Abwärtstrend viel entgegen zu setzen.